Skulptur von "inges idee" (Foto: B. Bertram)

Skulptur von "inges idee"

 
 

Den Ausgangspunkt des künstlerischen Entwurfes bildet die Nibelungensage, die mit der Stadt Worms untrennbar verbunden ist. Siegfried, der tragische Held der Sage, ist ein unerschrockener und starker Jüngling, der durch das Bad im Blut des von ihm erlegten Drachens praktisch unverwundbar wird. Ein Lindenblatt jedoch, welches beim Bad im Blute des erlegten Drachens vom Herbstwind auf Siegfrieds Schulter geweht wird, verhindert den vollkommenen Schutz seines Körpers und markiert fortan die einzige Schwachstelle des Helden, die ihm schließlich, im Zuge einer Intrige, zum Verhängnis wird. Das Blatt, ein zunächst unscheinbares Detail der Erzählung, wird zum Katalysator des tragischen Verlaufes der Geschichte, der durch den heimtückischen Mord an Siegfried unwiderruflich in Gang gesetzt wird.

 
 
Skulptur von "inges idee" (Foto: D. Lukac)zoom

Der Entwurf von "inges idee" nimmt das Thema des Lindenblattes auf ungewöhnliche Weise auf und generiert hieraus ein reiches Assoziationsgeflecht. Die Skulptur besteht aus zwei konträren Teilen: der abstrakten Basis und der konkreten, naturalistischen Applikation eines Lindenblatts. Aus der surrealen Kombination dieser beiden Elemente entwickelt sich das reiche Potenzial des Entwurfs.

Die Herstellung
Die Skulptur wurde anhand eines computergenerierten 3-D-Modells aus Hartschaum efräst. Das Eins-zu-Eins-Hartschaummodell wurde als Positiv zur Herstellung der Gussteile benutzt. Die gesamte Skulptur wurde in nur vier Teilen in einer Wandstärke von 30 Millimetern gegossen und anschließend anhand der vorliegenden 3-D-Daten auf die ursprüngliche Form gefräst. Die nun formgenauen Einzelteile wurden verschweißt und in mehrmonatiger Arbeit verschliffen und poliert.